Welt - Historie:


 
Welt  / gestern und heute Die Haubarge in Welt die Schule in Welt die Wehlen
Die Süderbootsfahrt die Sietwende die Selbstverwaltung Die "Tetens-Stiftung"
"die Mühle am Westerdeich"
 
Der Ortsname:

Orstbezeichnung in den ersten Urkunden:
Weltum,      vel Welt,    Welte

(In der »Designatio der Harden und Kercken in Frisia Minori oder Nordfreßland« des Husumer Kartographen Johannes Mejer erfährt im Kirchenkatalog des Jahres 1240 für die »Insul Eyderstede« auch die Kapelle in »Weltum, vel Welte« Erwähnung)

Ein Einnahmeregister der Bischöfe von Schleswig von 1352 führt ebenfalls das Gotteshaus in »Weld« auf.

Auszug aus "Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein" 
Wolfgang Laur  / Karl Wachholtz Verlag:

Nf Eid (Amt Eiderstedt) Kirchd.- Reg. cap.1352: Weld
1447 (LAS, Urk.-Abt.1, 203) Welte,
1535 (LAS, Abt. 163, AR Eiderstedt) Weldt - Bildung mit dem Suffix -(e)de oder -te (vgl.S227) zu Wehle (siehe dort) oder mnd. welle  = "Quelle" (vgl.Lv.387).

Über die Entstehung des Ortsnamens Welt gibt es auch eine archäologisch-historische (und weit verbreitete)  Beschreibung, die besagt, daß Welt von Wehle abgeleitet wurde, zumal sich Welt früher Wehldt schrieb.

In einer Karte aus dem Jahre 1807 lautet die Schreibweise: Velt 

 


Archäologisch / Historisch:

Das Areal um Welt gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten der südlichen Eiderstedter Marsch. Der Wohnplatz war auf einem sandigen Uferwall im Mündungsgebiet der ehemaligen Süderhever angelegt (Die Süderhever war ein Gezeitenstrom, der einst Utholm vom übrigen Eiderstedt trennte). Teile der Siedlung wuchsen später durch mächtige Kleiaufträge zu einer Großwarft an.

Ausgrabungen, die Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, in Welt auf der Bergfenne oder Gaarde in der Nähe des heutigen Dorfkerns durchgeführt wurden, lassen darauf schließen, daß schon um das 9. Jahrhundert, also vor der Bedeichung der Marschgebiete, die hier ansässigen Bewohner bäuerliche Siedler waren.

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1113 Bau der Kapelle (eines der ältesten Gotteshäuser in Eiderstedt)

1415 Die Kapelle wird von den Dithmarschern zerstört

1567 Bau eines hölzernen Glockenturmes

1612 Bau der Süderbootsfahrt

1634 Sturmflut 49 Tote (eine andere Quelle “Heimreich“ berichtet von 107 Toten)

1953 Die Kassen der Kirchengemeinden Welt und Vollerwiek werden zusammengelegt

1969 Zusammenschluß der Kirchengemeinden Welt-Vollerwiek

1971 letzter Unterricht in der Dorfschule

1972 Schließung des letzten „Kaufmannsladens“

1972 Schließung der Meierei







Namen von Einzelstellen und kleineren Gebäudekomplexen:

Freudental und Speckhaus im Norden

Rungholt und Rüxbüll im Osten

Kampenhof und Schreiershuk im Süden

Tüll und die Welter Mühle im Westen

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Statistisches:

1825  253 Einwohner (2 Krüger, 2 Schmiede, 1 Zimmermann, 2 Maurer, 2 Schneider und 2 Schuster. 1 Districtschule (50 Kinder).

1837  10 Haubarge, 37 Häuser, 2 Graupenmühlen

1906  286 Einwohner

1967  282 Einwohner

1989 187 Einwohner

1999  234 Einwohner



 

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